KINDERWUNSCHBEHANDLUNG
Intrauterine Insemination – IUI
Die intrauterine Insemination ist eine der grundlegenden und am wenigsten invasiven Methoden der assistierten Reproduktion. Das Prinzip dieses Behandlungsverfahrens ist der Transfer von Spermien mittels eines Katheters direkt in die Gebärmutterhöhle zum Zeitpunkt des voraussichtlichen Eisprungs. Dadurch wird ihr Weg zur Eizelle verkürzt und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Empfängnis erhöht.
Wann wird IUI angewendet und wie hoch ist die Erfolgsquote?
Diese Methode wird hauptsächlich bei Patienten mit idiopathischer Unfruchtbarkeit (ohne bekannte Ursache) oder bei leichteren Fruchtbarkeitsstörungen angewendet. Neben der unbekannten Ursache der Unfruchtbarkeit gehören zu den häufigsten Indikationen für IUI:
- Leichte männliche Unfruchtbarkeit (leichte Störung des Spermiogramms)
- Leichter Grad von Endometriose mit durchgängigen Eileitern
- Probleme mit dem Eisprung
- Unmöglichkeit/Ungeeignetheit des vaginalen Geschlechtsverkehrs
- Verwendung von Spendersamen
Preisliste
Behandlungsablauf
Die Unfruchtbarkeitsbehandlung mittels IUI ist ein schmerzloser und einfacher Eingriff, der keine Anästhesie erfordert. Er kann auch mit aufgetauten oder Spendersamen durchgeführt werden.
Bei Verwendung einer frischen Probe gibt der Partner im ersten Schritt Ejakulat ab. Für bessere Ergebnisse empfehlen wir eine sexuelle Abstinenz von 2-3 Tagen. Die gewonnene Probe wird anschließend verarbeitet und konzentriert. Die klassische Methode zur Spermienaufbereitung vor der Insemination ist die Swim-up-Methode, die uns zur Auswahl der qualitativ hochwertigsten und beweglichsten Spermien dient. Es können jedoch auch andere Spermienseparationsmethoden, wie z.B. MSS, verwendet werden. Die Aufbereitung der Probe dauert in der Regel etwa 90 Minuten.
Die IUI wird in der klassischen gynäkologischen Position durchgeführt. Es ist besser, wenn die Patientin eine leicht gefüllte Harnblase hat (es wird empfohlen, ca. 1,5 bis 2 Stunden vor dem Eingriff nicht zu urinieren), um das Einführen des Inseminationskatheters zu erleichtern. Dieser wird durch den Gebärmutterhals bis in die Gebärmutterhöhle eingeführt, wo die Spermien anschließend transferiert werden, was nur wenige Sekunden dauert. Nach dem Eingriff kann die Patientin sofort nach Hause gehen.
Die IUI kann entweder im natürlichen Zyklus, ohne hormonelle Stimulation der Eierstöcke, oder nach hormoneller Stimulation durchgeführt werden, die jedoch wesentlich milder ist als bei der IVF-Behandlung. In der Regel empfehlen wir ab dem Tag nach dem Eingriff die intravaginale Anwendung von Progesteron, gegebenenfalls auch andere Präparate, deren Dosierung der Arzt im Entlassungsbericht angibt. Ein Schwangerschaftstest wird erst 14 bis 16 Tage nach der Insemination empfohlen, da ein früheres Testen zu einem falsch positiven Ergebnis führen kann.
Diese Methode der assistierten Reproduktion wird nicht von der Krankenkasse übernommen.
Erfolgsquote der IUI
Die Erfolgsquote der IUI hängt von mehreren Faktoren ab, ist aber im Allgemeinen relativ niedrig, insbesondere im Vergleich zur IVF-Methode. Den größten Einfluss darauf haben das Alter der Partnerin und das Spermiogramm des Partners. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft pro Behandlungszyklus liegt bei Paaren, bei denen die Partnerin unter 35 Jahre alt ist, zwischen 10-20 %. Bei älteren Paaren sinkt die Wahrscheinlichkeit auf ca. 5-10 %.



